Meta hat seine experimentelle Mobilanwendung Pocket in den Vereinigten Staaten veröffentlicht. Die App ist in der Version 26.0 für US-Nutzer verfügbar und richtet sich an Kreative sowie Gelegenheitsspieler. Das zentrale Konzept der Plattform besteht darin, vollständige interaktive 2D-Minispiele allein durch die Eingabe von Textanweisungen zu erzeugen.
Technologisch basiert Pocket auf der Übernahme des Startups Atma Sciences, das zuvor für die Entwicklung der Gizmo-Plattform bekannt war. Durch diese Akquisition integriert Meta die Technologie direkt in sein Produktportfolio. Nutzer können über den Ansatz des sogenannten Vibe Coding ohne Programmierkenntnisse funktionale Spielelemente, Spielmechaniken und Grafiken definieren.
Die innerhalb der Anwendung erzeugten Minispiele tragen die Bezeichnung Gizmos. Die Erstellung und Anpassung dieser Spielwelten geschieht laut Entwicklungsstand in wenigen Sekunden. Neben der reinen Erzeugung erlaubt das System auch das schrittweise Modifizieren bestehender Projekte über fortlaufende Prompts.
Ein wesentlicher Bestandteil von Pocket ist die Einbettung in einen eigenen Social-Feed. Anwender können ihre erstellten Gizmos direkt in der Community teilen, ausprobieren und für andere zur Interaktion bereitstellen. Damit verbindet Meta generative Spieleentwicklung mit bestehenden Mechanismen sozialer Netzwerke.
Der US-Start markiert den ersten großflächigen Testlauf für Metas Strategie im Bereich interaktiver generativer Medien. Die schrittweise Ausrollung soll Aufschluss darüber geben, wie Konsumenten auf rein KI-generierte Spielerfahrungen reagieren. Ob und wann Pocket in weiteren Regionen veröffentlicht wird, bleibt vorerst offen.

