Der deutsche Digitalverband Bitkom hat in einer repräsentativen Erhebung über 600 deutsche Unternehmen ab 20 Beschäftigten befragt. Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Sprung bei der operativen Nutzung im Alltag. Mittlerweile setzen 41 Prozent der Firmen in Deutschland Künstliche Intelligenz aktiv in ihren Abläufen ein. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei lediglich 17 Prozent.
Die Bereitschaft zur digitalen Transformation betrifft breite Teile der Wirtschaft. Weitere 48 Prozent der befragten Unternehmen planen derzeit den konkreten Einsatz von KI-Lösungen. Lediglich 11 Prozent der Firmen lehnen den Einsatz der Technologie weiterhin grundlegend ab.
Bei der tatsächlichen Umsetzung zeigt sich jedoch eine tiefgreifende Kluft zwischen den Unternehmensgrößen. Während Großkonzerne ab 500 Mitarbeitenden eine Adoptionsquote von über 60 Prozent verzeichnen, hinken kleine Betriebe hinterher. Kleine Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten kommen laut Daten von Destatis und Bitkom nur auf etwa 23 bis 25 Prozent.
Neben dem Anstieg der Nutzung treten in der betrieblichen Praxis finanzielle Hürden auf. Rund 33 Prozent der KI-nutzenden Firmen berichten, dass ihre Projekte teurer ausfallen als ursprünglich kalkuliert. Zu den größten Hemmnissen zählen für 77 Prozent der Datenschutz sowie für 70 Prozent der Mangel an qualifizierten KI-Fachkräften.
Die Umstellung der Arbeitsabläufe führt auch zu personellen Konsequenzen in den Betrieben. Insgesamt 19 Prozent der Unternehmen, die KI einsetzen, gaben an, als direkte Folge bereits Stellen abgebaut zu haben. Dies verdeutlicht, dass die Automatisierung nicht mehr nur theoretisch diskutiert wird, sondern reale Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat.

