Das Sporttechnologie-Unternehmen Pongbot hat den Abschluss einer Series-B-Finanzierungsrunde in dreistelliger Millionenhöhe in chinesischen Renminbi (RMB) gemeldet. Als Lead-Investor fungiert dabei der staatliche Shanghai State Investment Pilot Fund. Daneben beteiligten sich die beiden Risikokapitalgeber BlueRun Ventures und Pudong Venture Capital mit weiteren Mitteln an der Finanzierungsrunde. Das frische Kapital soll die Verknüpfung von intelligenter Hardware, visueller Sensorik und domänenspezifischen KI-Modellen für den Sportbereich vorantreiben.
Den technologischen Kern der Plattform bilden spezialisierte, multimodale Sports Large Models. Anstatt allgemeine Text- oder Bildaufgaben zu lösen, sind diese Großmodelle explizit auf die Erfassung, Interpretation und Vorhersage sportlicher Bewegungsabläufe trainiert. Pongbot koppelt diese Modelle direkt mit Motion-Vision-Sensorik, um visuelle Bewegungsinformationen direkt auf dem Spielfeld zu erfassen. Durch diese Architektur entsteht ein geschlossenes System aus visueller Datenerfassung, modellbasierter Situationsanalyse und unmittelbarer mechanischer Reaktion.
Seinen Ursprung hat das Hardwareunternehmen im Tischtennissport, für den Pongbot zuvor bereits autonome Trainingsroboter entwickelt hatte. Auf dieser Grundlage vollzieht das Unternehmen nun den Schritt auf größere Spielfelder und hat sein Portfolio für den Tennissport erweitert. Zu den zentralen Produkten zählen hierbei die spezialisierte PACE-Serie sowie der Trainingsroboter Aura. Beide Systeme repräsentieren den Übergang von herkömmlichen Ballwurfmaschinen hin zu vollwertigen, sensorgestützten Trainingspartnern.
Die Leistungsfähigkeit der neuen Systeme basiert auf einer kontinuierlichen Echtzeitverarbeitung aller relevanten Spielparameter. Während des laufenden Ballwechsels analysiert die integrierte Sensorik fortlaufend die Schlagdynamik und die Biomechanik des trainierenden Athleten. Gleichzeitig berechnet das visuelle System die exakten Flugkurven der gespielten Bälle ohne Latenzverzögerungen. Dieser permanente Messprozess erfasst kleinste Veränderungen im Bewegungsablauf und bewertet die Qualität der ausgeführten Schläge direkt auf dem Platz.
Aus den gewonnenen Messwerten leiten die Systeme vollkommen autonome Trainingsanpassungen ab. Die Roboter modifizieren eigenständig die Ballplatzierung auf dem Court, den erzeugten Schnitt sowie das Tempo und den zeitlichen Rhythmus der Ballausgabe. Ein manuelles Nachjustieren durch einen Trainer an der Seitenlinie ist für diese Anpassungen nicht erforderlich. Das System reagiert dynamisch auf das Rückschlagverhalten und passt sich flexibel an den jeweiligen Spieler an.
Durch diese feinteilige Steuerung decken die Systeme von Pongbot ein breites Spektrum an Leistungsniveaus ab. Die Modelle können so konfiguriert werden, dass sie Nachwuchstalenten beim präzisen Erlernen technischer Grundlagen und Bewegungsabläufe helfen. Gleichzeitig ermöglichen die hohen Anpassungsfähigkeiten und die variablen Ballwechsel ein forderndes Training für den professionellen Leistungssport. Die Verknüpfung aus fundierter Biomechanik-Analyse und robotergestützter Ballausgabe markiert damit einen konkreten Fortschritt in der Trainingslehre.

