Der Halbleiterhersteller Nvidia hat für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 neue Rekordwerte vorgelegt und seinen Umsatz auf 96,2 Milliarden US-Dollar gesteigert. Dies entspricht einem Zuwachs von 106 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das anhaltende Wachstum wird maßgeblich durch den massiven Ausbau von Rechenzentrumskapazitäten für generative KI und autonome Softwaresysteme bei führenden Cloud-Anbietern und Unternehmenskunden angetrieben.
Den weitaus größten Anteil am Gesamtergebnis trug das Rechenzentrumsgeschäft bei, das im Berichtszeitraum Erlöse in Höhe von 89,0 Milliarden US-Dollar erwirtschaftete. Die weltweite Nachfrage nach Hochleistungs-Beschleunigern für Trainings- und Inferenzcluster bleibt damit auf einem extrem hohen Niveau, während Hyperscaler ihre Infrastrukturausgaben für künstliche Intelligenz weiter ausweiten.
Finanzvorständin Colette Kress bestätigte im Rahmen der Zahlenvorlage den offiziellen Produktions- und Auslieferungsstart der neuen Vera-Rubin-Architektur, konkret der Rack-Konfigurationen des Typs VR200 NVL72. Marktbeobachter werten diesen Schritt als zentralen Meilenstein für den Übergang zu energieeffizienteren und noch dichter integrierten Rechenzentrumsarchitekturen.
Kress nutzte die Telefonkonferenz zudem, um Vorwürfe über angebliche zirkuläre Finanzierungen im Hyperscaler-Ökosystem entschieden zurückzuweisen. Sie betonte die breite Diversifizierung der Nachfragebasis über verschiedene Branchen, staatliche Rechenzentrumsprojekte und spezialisierte KI-Entwickler hinweg, die über rein spekulative Investitionen hinausgingen.
Für das dritte Quartal des Geschäftsjahres gab das Management eine optimistische Prognose ab und stellte einen Gesamtumsatz von rund 108 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Damit signalisiert das Unternehmen, dass die Lieferketten trotz der schnellen Einführung neuer Chip-Generationen stabil bleiben und der weltweite Compute-Bedarf weiterhin zunimmt.

