Am Samstag, den 5. September 2026, feierte das neue Konferenzformat DLD Sports von Hubert Burda Media seine Premiere in Spanien. Die Veranstaltung markiert den Ausbau der etablierten DLD-Reihe auf den Bereich des organisierten Sports, der sich gegenwärtig einer rasanten digitalen Transformation gegenübersieht. Als Austragungsort diente das Innovationszentrum Base 2 in La Marina de Valencia, wo sich Spitzenvertreter der Branche einfanden. Vor Ort wurde eingehend darüber debattiert, wie tiefgreifend technologische Innovationen und speziell algorithmische Systeme die Grundlagen des weltweiten Sports verändern.
Insgesamt versammelten sich rund 200 internationale Entscheidungsträger, um die künftigen Weichenstellungen der Branche zu erörtern. Die Teilnehmerliste spiegelte eine interdisziplinäre Mischung wider, die von Sportorganisationen und Technologieunternehmen bis hin zu Wagniskapitalgebern und wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen reichte. Unter den anwesenden Branchenführern befanden sich Persönlichkeiten wie Martin Kallen, CEO von UEFA Events, und Juan Fuentes Fernández vom GSIC powered by Microsoft. Ziel des Austauschs war es, über klassische Digitalisierungsprojekte hinauszublicken und konkrete Strategien für eine zukunftssichere Ausrichtung des Sektors zu entwerfen.
Ein zentrales Thema der Fachgespräche war der Übergang von isolierten Datenprojekten zu ganzheitlichen KI-Ökosystemen. Viele Sportorganisationen haben in der Vergangenheit punktuelle IT-Lösungen aufgebaut, die jedoch oft als isolierte Silos nebeneinander her existieren. Auf der Konferenz wurde verdeutlicht, dass fragmentierte Datensätze den steigenden Anforderungen moderner Sportbetriebe nicht mehr gerecht werden können. Nur durch eine plattformübergreifende Bündelung und KI-gestützte Auswertung lassen sich komplexe Prozesse effizient steuern und nachhaltige Wettbewerbsvorteile erzielen.
Im sportlichen Kernbereich stand die Verknüpfung von Sensortechnologie und prädiktiven Algorithmen zur Belastungssteuerung im Vordergrund. Thomas Ehemann vom FC Bayern München diskutierte mit anderen Experten darüber, wie Daten aus Wearables und modernem Echtzeit-Tracking gewinnbringend mit prädiktiven KI-Modellen gekoppelt werden können. Diese technologische Verbindung zielt darauf ab, die physische Beanspruchung von Spitzensportlern im Trainings- und Wettkampfbetrieb präzise vorherzusehen und individuell zu steuern. Auf diese Weise sollen Überlastungen frühzeitig vermieden und die körperliche Leistungsfähigkeit der Athleten langfristig auf hohem Niveau gehalten werden.
Neben der Trainingssteuerung bildete die kommerzielle Verwertung einen weiteren Schwerpunkt der Tagung. Lea-Sophie Cramer von EPIX Sports beleuchtete gemeinsam mit weiteren Podiumsteilnehmern die Potenziale moderner KI-Modelle für das weltweite Fan-Engagement. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Klubs und Sportverbände automatisierte Systeme nutzen können, um die internationale Vermarktung und die Fanbindung ganz ohne störende Medienbrüche zu gestalten. Die nahtlose Bereitstellung relevanter digitaler Berührungspunkte gilt dabei als Schlüssel, um globale Zielgruppen dauerhaft an Vereine und Wettbewerbe zu binden.
Die Premiere in Valencia unterstreicht damit den Wandel von künstlicher Intelligenz vom theoretischen Experimentierfeld hin zum neuen Kernfaktor des professionellen Sportbusiness. Sowohl auf dem Rasen als auch in den Vorstandsetagen wächst der Druck, technologische Infrastrukturen professionell aufzustellen und miteinander zu verzahnen. Für Vereine und Verbände bedeutet dies, dass datenbasierte Entscheidungen und automatisierte Workflows künftig das Fundament des operativen Geschäfts bilden. Wer den Schritt von fragmentierten Einzelprojekten zu vernetzten Systemen verpasst, droht im globalen Wettbewerb der Sportindustrie den Anschluss zu verlieren.

